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Ernährungs­beratung & Allgemeinmedizin

Hausapotheke und Medikamentenabgabe

Abgabe von Tierarzneimitteln aus der tierärztlichen Hausapotheke – nach Untersuchung und Diagnose, mit Erklärung zu Anwendung und Dosierung.

Was umfasst die Leistung?

Über die tierärztliche Hausapotheke der Ordination können Arzneimittel, die Ihr Tier benötigt, direkt im Anschluss an die Untersuchung mitgegeben werden. Zur Medikamentenabgabe gehört immer die Beratung:

  • welches Medikament Ihr Tier bekommt und wofür,
  • wie viel, wie oft und wie lange es gegeben wird,
  • wie es eingegeben wird, etwa mit oder ohne Futter,
  • welche Nebenwirkungen auftreten können und wann Sie sich melden sollten,
  • wie das Arzneimittel aufbewahrt wird.

Abgegeben werden Tierarzneimittel, die für die jeweilige Tierart geeignet sind. Arzneimittel werden nur nach einer Untersuchung und einer Diagnose bzw. begründeten Verdachtsdiagnose abgegeben – auch dann, wenn Sie das Präparat bereits kennen.

Wann ist die Medikamentenabgabe sinnvoll?

  • nach einer Untersuchung, bei der eine Behandlung nötig ist,
  • bei chronischen Erkrankungen mit Dauermedikation, nach vereinbarten Kontrollen,
  • zur Vorsorge, etwa beim Parasitenschutz nach individueller Risikoabwägung,
  • nach Operationen oder Zahnbehandlungen, zum Beispiel zur Schmerztherapie.

Bei Dauermedikamenten sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen wichtig: Manche Wirkstoffe erfordern Blutkontrollen, und der Bedarf kann sich mit Alter und Gewicht verändern.

In welchen Situationen sollten Sie uns ansprechen?

  • Sie sind unsicher, wie ein Medikament zu geben ist, oder die Eingabe gelingt nicht.
  • Ihr Tier zeigt nach Beginn einer Behandlung Erbrechen, Durchfall, Fressunlust oder ungewohntes Verhalten.
  • Die Beschwerden bessern sich nicht wie erwartet.
  • Das Medikament geht zur Neige und eine Kontrolle steht an.
  • Ihr Tier hat versehentlich Medikamente – eigene oder menschliche – gefressen.
  • Sie möchten ein frei verkäufliches Präparat oder ein Ergänzungsfuttermittel zusätzlich geben.

So läuft die Abgabe ab

  1. Untersuchung und Diagnose: Grundlage jeder Verordnung ist die tierärztliche Untersuchung.
  2. Auswahl: Wir wählen ein für die Tierart geeignetes Präparat und berechnen die Dosis nach aktuellem Körpergewicht.
  3. Erklärung: Sie erfahren, wie Sie das Medikament verabreichen, und erhalten die Dosierung schriftlich.
  4. Kontrolle: Wir vereinbaren, wann der Behandlungserfolg überprüft wird.

Geben Sie Medikamente genau nach Anweisung, auch wenn es Ihrem Tier schon besser geht. Brechen Sie eine Behandlung, insbesondere mit Antibiotika, nicht eigenmächtig ab und verändern Sie die Dosis nicht ohne Rücksprache.

Möglichkeiten und Grenzen

Arzneimittel wirken nur so gut, wie sie zur Diagnose passen und richtig angewendet werden. Viele Medikamente für Menschen sind für Tiere ungeeignet oder gefährlich. Das MSD Veterinary Manual beschreibt, dass Katzen Paracetamol (Acetaminophen) nur eingeschränkt abbauen können: Schon kleine Mengen können eine Vergiftung mit Schädigung der roten Blutkörperchen und der Leber auslösen. Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Naproxen können bei Hunden zu Magen-Darm-Geschwüren, Blutungen und Nierenschäden führen; Katzen reagieren noch empfindlicher. Auch Präparate für eine Tierart sind nicht automatisch für eine andere geeignet: Bestimmte Flohmittel für Hunde, etwa mit Permethrin, sind für Katzen giftig.

Geben Sie Ihrem Tier daher keine Humanarzneimittel und keine Medikamente eines anderen Tieres ohne Rücksprache. Die Leitlinien zur Schmerztherapie betonen außerdem, dass Schmerzbehandlung eine Diagnostik nicht ersetzt.

Bewahren Sie alle Medikamente – auch Ihre eigenen – für Tiere unerreichbar auf.

Wann ist rasche tierärztliche Hilfe nötig?

Suchen Sie sofort tierärztliche Hilfe, wenn Ihr Tier Medikamente gefressen hat, die nicht für es bestimmt sind – auch wenn es noch keine Beschwerden zeigt. Nehmen Sie die Packung mit. Bei Katzen sind bräunlich verfärbte Schleimhäute, Atemnot und Schwellungen an Gesicht oder Pfoten nach Paracetamol-Aufnahme Alarmzeichen. Ebenso dringend sind Atemnot, Schwellungen im Gesicht, Krämpfe oder Kreislaufschwäche nach der Gabe eines neuen Medikaments, sowie blutiges oder schwarzes Erbrechen bzw. schwarzer, teerartiger Kot.

Häufige Fragen

Darf ich meinem Tier Schmerzmittel aus meiner eigenen Hausapotheke geben?

Nein, nicht ohne tierärztliche Rücksprache. Paracetamol ist für Katzen giftig, schon geringe Mengen können lebensbedrohlich sein. Ibuprofen und Naproxen können bei Hunden Magengeschwüre, Blutungen und Nierenschäden verursachen; Katzen sind noch empfindlicher. Für Tiere gibt es eigens geprüfte Schmerzmittel.

Warum bekomme ich ein Medikament nur nach einer Untersuchung?

Ein Arzneimittel kann nur dann richtig gewählt und dosiert werden, wenn klar ist, was Ihr Tier hat, wie viel es wiegt und welche anderen Erkrankungen oder Medikamente es gibt. Dieselben Beschwerden können ganz unterschiedliche Ursachen haben. Bei Dauermedikation sind außerdem regelmäßige Kontrollen nötig.

Mein Tier lässt sich keine Tabletten geben. Was kann ich tun?

Sprechen Sie uns an. Wir zeigen Ihnen Techniken zur Eingabe und prüfen, ob es das Medikament in einer anderen Darreichungsform gibt, etwa als Flüssigkeit, Paste oder Spot-on. Tabletten sollten Sie nicht ohne Rücksprache zerkleinern oder ins Futter mischen.

Ich habe eine Dosis vergessen. Soll ich die doppelte Menge geben?

Nein. Geben Sie keine doppelte Dosis, um eine vergessene nachzuholen. Wie Sie weiter vorgehen, hängt vom Medikament ab – rufen Sie im Zweifel kurz in der Ordination an.

Ihr Tier in besten Händen.

Sie haben Fragen oder möchten einen Termin vereinbaren? Wir nehmen uns Zeit für Sie und Ihr Tier.

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